FSME und Zecken 2026: Sind Sie geschützt?

Mit den ersten milden Frühlingstagen erwacht auch die Natur in und um Wien zu neuem Leben – und mit ihr die Zecken. Entgegen der weitläufigen Meinung sind diese Spinnentiere nicht erst im Hochsommer aktiv; bereits ab konstanten Temperaturen von etwa 7 °C verlassen sie ihr Winterquartier im Laub. Da der heurige Frühling bereits sehr früh für milde Werte sorgt, hat die Zeckensaison 2026 offiziell begonnen. Für Naturliebhaber, Wanderer und auch Stadtpark-Besucher in Wien ist es nun höchste Zeit, den persönlichen Schutzstatus zu überprüfen.

(c) pexels

Gut zu wissen

  • Kein Schutz durch Entfernen: Da das FSME-Virus sofort beim Stich übertragen wird, bietet nur die Impfung Sicherheit; bei Borreliose hingegen sinkt das Risiko deutlich, wenn die Zecke rasch entfernt wird.
  • Wien ist Endemiegebiet: Auch in städtischen Grünoasen wie der Donauinsel oder dem Wienerwald besteht ein reales Infektionsrisiko.
  • Geld sparen beim Impfen: Nutzen Sie die jährliche Impfaktion (Februar bis August), um den Impfstoff zum vergünstigten Aktionspreis zu erhalten und den Krankenkassenzuschuss geltend zu machen.

Das Risiko in Österreich und die Empfehlungen des Impfplans

Österreich gehört leider zu den Ländern mit der höchsten FSME-Verbreitung in Europa, wobei das Virus die Hirnhäute und das zentrale Nervensystem angreifen kann. Da die Infektion direkt beim Stich durch den Speichel der Zecke übertragen wird, ist die Impfung laut dem Österreichischen Impfplan 2026 die einzige effektive Strategie zur Vorbeugung schwerer Verläufe. Der aktuelle Impfplan weist ausdrücklich darauf hin, dass Österreich ein flächendeckendes Endemiegebiet ist. Das bedeutet, dass eine Impfung für alle Personen, die in Österreich leben oder hier ihren Urlaub verbringen, dringend empfohlen wird – unabhängig davon, ob man sich im alpinen Gelände oder im städtischen Bereich wie dem Wiener Prater aufhält.

Vorsorge und Impfschema nach nationalem Standard

Die FSME-Impfung gilt als sehr sicher und hochwirksam, sofern das im Österreichischen Impfplan definierte Schema korrekt eingehalten wird. Für einen langfristigen Schutz ist eine Grundimmunisierung erforderlich, die aus drei Teilimpfungen besteht. Die erste Auffrischung sollte laut den nationalen Leitlinien drei Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen. Danach sieht der Plan für Personen bis zum vollendeten 60. Lebensjahr ein Auffrischungsintervall von fünf Jahren vor, während Menschen ab 60 Jahren aufgrund der nachlassenden Immunantwort alle drei Jahre zur Auffrischung gehen sollten. Sollten Sie den Saisonstart verpasst haben, bietet die moderne Reisemedizin zudem ein bewährtes Schnellimpfschema an, um rechtzeitig vor dem Sommerurlaub einen belastbaren Schutz aufzubauen.