AKTUELLE NEWS: Gesundheitswarnung zu Chikungunya und Dengue
Costa Rica ist für viele Reisende der Inbegriff von „Pura Vida“. Doch aktuelle Berichte der Gesundheitsbehörden und von Nachrichtendiensten wie Outbreak News Today mahnen zur Wachsamkeit. Im April 2026 haben die costa-ricanischen Behörden weitere Fälle von Chikungunya bestätigt, was den Aufwärtstrend bei durch Mücken übertragenen Krankheiten in der Region unterstreicht.

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Gut zu wissen
Tagaktive Überträger: Die Mücken, die Chikungunya und Dengue übertragen, stechen vor allem tagsüber. Ein Schutz nur in der Nacht (wie bei Malaria oft üblich) reicht hier nicht aus.
Gelenkschmerzen als Leitsymptom: „Chikungunya“ bedeutet in der Sprache der Makonde so viel wie „der gekrümmt Gehende“. Typisch sind starke, teils länger anhaltende Gelenkschmerzen, die die Erkrankung von einer normalen Grippe unterscheiden.
Vorsicht bei Schmerzmitteln: Bei Verdacht auf eine Mückenerkrankung in den Tropen sollten Sie auf ASS (Aspirin) verzichten, da dies bei einer möglichen Dengue-Infektion das Blutungsrisiko erhöhen kann. Nutzen Sie stattdessen Paracetamol.
Die aktuelle Lage in Costa Rica
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden im laufenden Jahr 2026 bereits mehrere Fälle von Chikungunya-Fieber im Land offiziell bestätigt. Auch wenn die Zahlen im Vergleich zu großen Dengue-Ausbrüchen moderat erscheinen, ist der Anstieg für die Behörden ein Signal, die Präventionsmaßnahmen zu intensivieren. Costa Rica verzeichnet zudem eine anhaltende Zirkulation aller vier Serotypen des Dengue-Virus, was das Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei Zweitinfektionen erhöht. Besonders betroffen sind oft die Küstenregionen und Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit, die ideale Brutstätten für die Überträgermücken bieten.
Prävention ist der Schlüssel
Der bei uns für Reisende zur Verfügung stehende Impfstoff gegen Chikungunya ist in Costa Rica noch nicht flächendeckend verfügbar, weswegen der Mückenschutz für die Verhinderung der Erkrankung sehr wichtig ist. Die verantwortlichen Aedes-Mücken sind vorwiegend tagaktiv, weshalb ein konsequenter Schutz von den frühen Morgenstunden bis zur Abenddämmerung unerlässlich ist.


