AKTUELLE NEWS: Mpox-Update Madagaskar: Steigende Fallzahlen und die Bedeutung der Reisevorsorge
Madagaskar sieht sich aktuell mit einer Zunahme von Mpox-Fällen (ehemals Affenpocken) konfrontiert. Berichte vom Frühjahr 2026 zeigen, dass in mehreren Distrikten Dutzende neue Infektionen registriert wurden. Während das Land bereits in der Vergangenheit mit vereinzelten Ausbrüchen zu kämpfen hatte, deutet die aktuelle Dynamik auf eine verstärkte Zirkulation des Virus in bestimmten Regionen hin.

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gut zu wissen
- Übertragungswege kennen: Mpox verbreitet sich primär durch engen körperlichen Kontakt; eine reine Tröpfcheninfektion über größere Distanz ist untypisch.
- Hautveränderungen ernst nehmen: Bei Auftreten eines unklaren Ausschlags nach einer Reise sollte umgehend eine fachärztliche Abklärung unter Hinweis auf die Reisehistorie erfolgen.
- Impfschutz prüfen: Bestehende Pockenimpfungen können einen gewissen Kreuzschutz bieten, für einen gezielten Schutz ist jedoch eine moderne Mpox-Impfung erforderlich.
Was ist Mpox?
Mpox ist eine virale Zoonose, die ursprünglich von Tieren auf Menschen übertragen wurde, sich mittlerweile aber primär von Mensch zu Mensch ausbreitet.
- Übertragung: Die Infektion erfolgt durch engen physischen Kontakt (Haut-zu-Haut), Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder verunreinigten Materialien (z. B. Bettwäsche).
- Symptomatik: Typisch sind Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten, gefolgt von einem charakteristischen Hautausschlag, der Bläschen oder Pusteln bildet.
- Verlauf: In den meisten Fällen verläuft die Krankheit mild und heilt innerhalb weniger Wochen von selbst ab, kann aber bei Personen mit geschwächtem Immunsystem zu Komplikationen führen.
Die aktuelle Lage in Madagaskar
Die Gesundheitsbehörden vor Ort haben die Überwachungsmaßnahmen intensiviert, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Besonders herausfordernd ist die geografische Verteilung der Fälle, die sowohl urbane Zentren als auch abgelegenere ländliche Regionen umfasst. Reisende sollten beachten, dass der Zugang zu spezialisierter medizinischer Versorgung in ländlichen Teilen Madagaskars oft eingeschränkt ist.
Empfehlungen für Reisende
Für Touristen ist das allgemeine Risiko einer Infektion bei normalem Reiseverhalten gering. Dennoch ist Wachsamkeit geboten:
- Hygienemaßnahmen: Regelmäßiges Händewaschen und die Nutzung von Desinfektionsmitteln sind Grundvoraussetzungen.
- Kontaktvermeidung: Vermeiden Sie engen Hautkontakt mit Personen, die sichtbare Hautveränderungen aufweisen, sowie Kontakt mit Wildtieren.
- Impfung: Für Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko kann eine präventive Impfung sinnvoll sein. Wir beraten Sie gerne dazu, ob dies für Ihre spezifische Reiseroute zutrifft.
Das Team vom Tropeninstitut.wien beobachtet die internationale Lage genau. Sollten Sie Fragen zu Ihrer bevorstehenden Reise nach Madagaskar oder in andere afrikanische Staaten haben, stehen wir Ihnen für eine individuelle Beratung zur Verfügung.


