AKTUELLE NEWS: Masern – Wachsamkeit bei Reisen in den Süden bleibt entscheidend
Italien verzeichnete Anfang 2026 einen Anstieg der Masernfälle. Nachdem das Jahr 2025 mit insgesamt 529 gemeldeten Fällen eine vorübergehende Beruhigung im Vergleich zum massiven Anstieg von 2024 (über 1.000 Fälle) zeigte, deuten neue Daten aus dem Januar 2026 auf eine erneute Dynamik hin. Allein im ersten Monat des Jahres wurden 84 neue Infektionen gemeldet – ein deutlicher Zuwachs gegenüber den Vormonaten.

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gut zu wissen
- Extrem hohe Ansteckungsgefahr: Das Masernvirus ist so infektiös, dass bereits ein kurzer Aufenthalt im selben Raum mit einer erkrankten Person für eine Infektion ausreichen kann.
- Erwachsene im Fokus: Da das Durchschnittsalter der Betroffenen in Italien derzeit bei 31 Jahren liegt, sollten besonders junge Erwachsene ihren Impfschutz zeitnah überprüfen.
- Komplikationsrisiko beachten: Bei rund einem Drittel der gemeldeten Fälle treten schwere Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen auf, die eine Krankenhausbehandlung notwendig machen.
Wer ist betroffen? Ein Trend zu jungen Erwachsenen Die aktuelle epidemiologische Auswertung des nationalen Überwachungssystems in Italien zeigt ein interessantes Muster:
Altersstruktur: Das Durchschnittsalter der Infizierten liegt bei 31 Jahren. Über die Hälfte der Betroffenen sind junge Erwachsene zwischen 15 und 39 Jahren.
Impfstatus: Rund 88 % der Erkrankten waren zum Zeitpunkt der Infektion nicht geimpft. Dies unterstreicht die bestehenden Immunitätslücken in jenen Alterskohorten, die vor Einführung der strengeren Impfpflichten aufgewachsen sind.
Regionen: Besonders betroffen sind derzeit Regionen wie Kalabrien, Latium und Sizilien, wobei über 60 % der landesweiten Fälle auf nur fünf Regionen entfallen.
Warum die Sorge?
Die Gefahr von Komplikationen Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Der aktuelle Bericht betont, dass bei etwa einem Drittel der Fälle in Italien mindestens eine schwere Komplikation auftrat. Dazu gehören Lungenentzündungen, Dehydrierung und in selteneren, aber gefährlichen Fällen Gehirnentzündungen (Enzephalitis). Auch das medizinische Personal ist gefährdet: Rund 10 % der gemeldeten Fälle betrafen Fachkräfte im Gesundheitswesen.
Was bedeutet das für Ihre Reiseplanung?
Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele der Österreicher. Da das Virus extrem ansteckend ist und über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) verbreitet wird, ist ein lückenloser Impfschutz die einzige effektive Barriere.
Unsere Empfehlung für Reisende:
Prüfen Sie vor Ihrer Abreise – egal ob Städtetrip nach Rom oder Strandurlaub im Süden – Ihren Impfstatus. Für einen vollständigen Schutz sind zwei Dosen des MMR-Impfstoffs (Masern-Mumps-Röteln) erforderlich. Sollten Sie nur einmal oder gar nicht geimpft sein, lässt sich dies meist unkompliziert nachholen.

