AKTUELLE NEWS: Meningokokken-Infektionen in Vietnam
In Vietnam stieg die Zahl der Meningokokken-Infektionen deutlich an. Nach Angaben aus dem vietnamesischen Überwachungssystem wurden im Jahr 2025 95 Fälle gemeldet, mit mehreren Todesfällen in den Regionen Bac Ninh und Ho Chi Minh City. Besonders betroffen sind auch Kinder, die teilweise mit schwerem Verlauf und septischem Schock ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

gut zu wissen
Bei einer Meningokokken-Infektion kommt es im Anfangsstadium teilweise zu sehr unspezifischen Symptomen, weshalb Menschen mit einer Infektion oft zu spät zum Arzt gehen. Da die Krankheit nach Infektion im Stundentakt voranschreitet und bei Nicht-Behandlung tödlich enden kann, ist eine frühzeitige Diagnose sehr wichtig.
Was ist Meningokokken-Erkrankung?
Meningokokken sind Bakterien (Neisseria meningitidis), die schwere Infektionen auslösen können. Sie gelangen über den Atemweg in den Körper und können sowohl
- Meningitis (Hirnhautentzündung)
- als auch Sepsis (Blutvergiftung)
verursachen.
Diese Erkrankung kann sehr schnell fortschreiten – innerhalb weniger Stunden – und ohne rechtzeitige Behandlung lebensbedrohlich sein. Auch bei optimaler Therapie bleibt das Risiko für schwere Verläufe hoch, und langfristige Folgen wie neurologische Schäden sind möglich.
Warum ist das gerade wichtig für Reisende?
Auch wenn meningokokkale Infektionen weltweit vorkommen, können sie bei Reisen besonders relevant werden, wenn
- man sich länger in engem Kontakt mit vielen Menschen aufhält,
- Unterbringung oder Lebensumstände engen Kontakt begünstigen,
- oder wenn die lokale Impfabdeckung niedrig ist.
In solchen Situationen kann das Risiko für eine Übertragung von Mensch zu Mensch – z. B. durch Husten oder Niesen – zunehmen.
Wie kann man sich gegen Meningokokken schützen – insbesondere durch Impfung?
Die Meningokokken-Schutzimpfung ist derzeit der effektivste Weg, um einer solchen Erkrankung vorzubeugen. Wichtige Punkte:
- Die Impfung schützt vor mehreren gefährlichen Meningokokken-Serogruppen, die weltweit verbreitet sein können.
- Sie wirkt bereits innerhalb von Tagen nach der Impfung und kann mehrere Jahre Schutz bieten.
- Besonders empfohlen ist sie für:
– Kinder und Jugendliche
– Menschen mit engem sozialem Kontakt
– Reisende in Regionen mit aktiven Ausbrüchen
– Personen mit erhöhtem Risiko durch medizinische Gründe
Zusätzlich zur Impfung helfen einfache Maßnahmen wie häufiges Händewaschen, das Bedecken von Mund und Nase beim Husten und frühzeitiger Arztbesuch bei unklaren Symptomen.
Symptome, auf die Sie achten sollten
Frühe Anzeichen können unspezifisch sein – z. B.:
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
Diese werden oft zunächst für eine harmlose Infektion gehalten. Schwere Symptome, die schnell auftreten können, sind:
- steifer Nacken
- Hautausschlag
- Verwirrtheit oder Bewusstseinsveränderungen
Bei solchen Beschwerden ist eine sofortige medizinische Abklärung notwendig.

