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Hepatitis A und B: Die unterschätzten Reiseinfektionen – Warum ein Kombi-Schutz sinnvoll ist
Hepatitis A wird oft als „ReiseIkterus“ oder Gelbsucht bezeichnet. Das Virus ist in Ländern mit geringeren Hygienestandards (Südeuropa, Nordafrika, Lateinamerika, Asien) weit verbreitet.

Gut zu wissen
Bei der Planung einer Fernreise denken die meisten Menschen sofort an exotische Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber oder Dengue. Weit weniger im Fokus stehen zwei Viren, die jedoch weltweit zu den häufigsten gesundheitlichen Risiken für Reisende zählen: Hepatitis A und Hepatitis B. Beide Viren greifen die Leber an, unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihren Übertragungswegen und den langfristigen gesundheitlichen Folgen.
Da viele Urlauber das Risiko vor Ort unterschätzen, klären wir heute über die Gefahren auf und zeigen, wie einfach Sie sich schützen können.
Bild KI generiert
* * Enorme Widerstandskraft: Das Hepatitis-A-Virus ist extrem widerstandsfähig. Es übersteht Hitze, Kälte und viele Desinfektionsmittel. Einfaches Händewaschen schützt im Endemiegebiet nicht ausreichend vor einer Infektion über Lebensmittel.
* Impfcheck vor dem Urlaub: Viele Menschen haben als Kind eine Hepatitis-B-Impfung erhalten, vergessen aber, dass für Reisen oft die Auffrischung oder die Ergänzung der Hepatitis-A-Komponente notwendig ist.
* Lebenslanger Schutz: Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Grundimmunisierung mit dem Kombinationsimpfstoff sind Sie für zukünftige Reisen dauerhaft geschützt.
1. Hepatitis A: Die Gefahr aus der Küche („Der Reise-Klassiker“)
Hepatitis A wird oft als „Reise-Ikterus“ oder Gelbsucht bezeichnet. Das Virus ist in Ländern mit geringeren Hygienestandards (Südeuropa, Nordafrika, Lateinamerika, Asien) weit verbreitet.
* Der Übertragungsweg: Das Virus wird fäkal-oral übertragen. Das bedeutet: über verunreinigtes Trinkwasser, Eiswürfel, rohen Salat oder Meeresfrüchte, die in belastetem Wasser gefischt wurden. Die goldene Reiseregel „Cook it, peel it, or leave it“ (Koche es, schäle es oder vergiss es) bietet zwar einen gewissen Schutz, schließt eine Infektion aber niemals völlig aus.
* Die Symptome: Nach einer Inkubationszeit von zwei bis sechs Wochen kommt es zu Fieber, Übelkeit, Oberbauchschmerzen und schließlich zur typischen Gelbfärbung von Haut und Augenweiß (Gelbsucht). Obwohl Hepatitis A im Gegensatz zu Hepatitis B nicht chronisch wird, kann die Erkrankung langwierig sein und Sie für Wochen oder Monate komplett schwächen.
2. Hepatitis B: Die unterschätzte Gefahr im Alltag
Im Gegensatz zur Variante A ist Hepatitis B eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten weltweit – sie ist etwa 50- bis 100-mal infektiöser als HIV.
* Der Übertragungsweg: Das Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Viele Reisende denken hierbei nur an ungeschützten Geschlechtsverkehr. Doch das Risiko im Urlaub ist weitaus alltäglicher: Unhygienisch gestochene Tattoos oder Piercings, medizinische Notfälle im Ausland (z. B. nach einem Verkehrsunfall) oder auch ein einfacher Friseurbesuch mit Rasur oder eine medizinische Fußpflege mit unzureichend sterilisierten Instrumenten können ausreichen.
* Das Langzeit-Risiko: Eine Infektion kann chronisch verlaufen. Das bedeutet, dass das Virus dauerhaft in der Leber verbleibt. Dies kann über Jahre hinweg zu schweren Spätfolgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs führen.
3. Der doppelte Schutz: Warum die Kombi-Impfung die beste Wahl ist
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Quellen
- Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) – Österreichischer Impfplan 2026: impfen.gv.at
- World Health Organization (WHO) – Hepatitis Fact Sheets: who.int/news-room/fact-sheets
- Centrum für Reisemedizin (CRM): crm.de
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Jetzt Reiseberatung buchenDie auf dieser Website und in diesem Blog bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keinesfalls eine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Da sich medizinische Empfehlungen und die epidemische Lage weltweit stetig ändern, können wir keine Gewähr für die absolute Aktualität und Richtigkeit der Inhalte übernehmen. Haftungsansprüche für Schäden, die aus der Nutzung dieser Informationen entstehen, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Jede reisemedizinische Vorsorge muss zwingend in einem persönlichen Gespräch mit einem qualifizierten Arzt auf Ihre Gesundheit und Reiseroute abgestimmt werden. Suchen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden nach einer Reise bitte umgehend einen Mediziner auf.
